Restaurierung

Viele Filme von Wim Wenders sind bekanntlich Road Movies – aber sie waren auch selbst viel „on the road“. Das hat im wahrsten Sinne des Wortes Spuren hinterlassen. 2014 hat die Stiftung deshalb mit der digitalen Restaurierung der Filme begonnen. Dadurch kann das Publikum die Filme heute, nach Jahrzehnten, in denen sie aufgrund von Materialverschleiß oder ungeklärter Rechtesituationen oftmals nur in bestenfalls mäßigem Zustand oder gar nicht mehr zu sehen waren, wieder in optimaler 4K oder 2K Qualität erleben.

Das filmische Werk zukunftsfähig zu machen, ist ein zentrales Anliegen der Stiftung – und eine große Herausforderung, denn Restaurierungs- und Digitalisierungsarbeiten sind langwierig und kostenintensiv.

14 Lang- und 5 Kurzfilme hat die Wim Wenders Stiftung bis Juli 2021 digital restauriert. Die Bildbearbeitungen wurden von der Firma ARRI unter der persönlichen Aufsicht von Wim und Donata Wenders durchgeführt und mit Fördergeldern der FFA (Filmförderungsanstalt) und – im Falle von zwei Filmen – des französischen CNC (Centre National de la Cinématographie) unterstützt. Sie befinden sich damit auf dem neuesten Stand hochauflösender digitaler Formate, um im Kino, im Fernsehen oder auf Streaming-Plattformen gezeigt werden zu können.

„Die Stiftung nimmt auf dem Gebiet der Restaurierung und Digitalisierung international eine Vorreiter-Rolle ein.”

Die Stiftung nimmt auf dem Gebiet der Restaurierung und Digitalisierung international eine Vorreiter-Rolle ein und wird mit ihrer Expertise regelmäßig zu Gastvorträgen, Workshops und Panels eingeladen. Gleichzeitig arbeitet sie kontinuierlich weiter daran, das filmische Werk von Wim Wenders aufzubereiten und es so dauerhaft zugänglich zu machen.

Die Restaurierung und Digitalisierung eines abendfüllenden Films ist aufwendig und kostet um die 100.000 Euro, manchmal mehr – im Fall von DER HIMMEL ÜBER BERLIN aufgrund von technischen Komplikationen. Das kann die Stiftung aus eigener Kraft finanziell nicht leisten – sie braucht Unterstützer, auch über öffentliche Zuwendungen hinaus, deren Regularien es nur erlauben, jeweils lediglich einen Teil zur Finanzierung beizutragen. Diese kommen nicht nur aus dem öffentlich-rechtlichen Bereich, es sind nicht zuletzt auch künstlerische Wegbegleiter, private Geldgeber und Sponsoren, die dazu beitragen, dass die Filme ihre Reise in die Zukunft fortsetzen können.

Restoring time

Eine Dokumentation über die Restaurierungsarbeiten der Wim Wenders Stiftung